Mittwoch, 14. September 2016

Butternut-Kürbis Quiche

Ich glaube wir alle lieben ihn. Jedes Jahr fiebern wir wieder der Saison entgegen. Und verspeisen ihn in den erdenklichsten Varianten: als Auflauf, in der Quiche, im Püree, einfach so, im Salat, Kuchen, Keksen... es nimmt kein Ende. Ich liebe liebe Liebe seine Vielfältigkeit. Und bin super glücklich, dass einige Häuser weiter Kürbisse aus dem Dorf angeboten werden, denn meine sind dieses Jahr leider überhaupt gar nichts geworden. Die Schneckenplage war einfach zu groß. Am meisten habe ich ihn bisher einfach als Ofenkürbis gegessen. Das geht so schnell und ist so lecker. Aber zu einem Abend mit Freunden kann es natürlich was anderes sein. Und bis auf eine Kürbisquiche letztes Jahr, und diese, auch umwefend leckere Galette, habe ich ihn noch nicht in mein Lieblingsofengericht verbacken. Alles klar, wird geändert. Und wie!


Die Quiche ist so lecker geworden, dass ich das genaue Rezept mal wieder aufschreiben musste. Oft ist Quiche einfach eine Resteverwertung, denn es geht eigentlich alles rein an Gemüse und Milchprodukten. Deswegen schreibe ich es gar nicht immer nieder. Ich hatte auch schon Misserfolge, da hielt die Quiche nicht so zusammen und man aß eher, nunja, Quiche-Brei. :D
Gibt es immer mal, besonders wenn Spinat, der nicht genug ausgedrückt wurde, benutzt wird. Deswegen diesen immer(!) gut ausdrücken. Richtig gut!


Die Quiche sollte vor dem Anschneiden noch 5-10 Minuten ruhen. Ich weiß, das ist schwer, aber hey, danach belohnt sie euch, denn sie lässt sich etwas besser schneiden! Also, lasst es euch schmecken!

Zutaten für eine Quiche (26er-28er Form)
Für den Teig
Dieses Rezept hier, die komplette Menge

Für den Belag
1 Butternut-Kürbis
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Handvoll gehackter Spinat

160 g süße Sahne
etwa 100 ml Milch
3 Eier + das Eiweiß, was vom Teig übrig ist
200 g Feta

1 Tl Thymian, gerebelt
1 Tl  Rosmarinnadeln
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Mehl für die Arbeitsfläche

So geht's
Bereite den Teig dem Rezept entsprechend zu und gebe ihn für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank.
Schäle den Kürbis und schneide ihn in Würfel von 1x1 cm.
Ziehe Zwiebel und Knoblauch ab, und hacke sie fein. Drücke die Flüssigkeit aus dem gehackten Spinat.
Zerkrümele den Feta mit einer Gabel, mische in deiner großen Schüssel Sahne, Milch, Eier, Eiweiß und Feta. Würze mit Thymian, Rosmarion, Pfeffer und 1/3 Tl. Salz. Rühre die gehackten Zwiebeln, den Spinat und Knoblauch unter, stelle die Mischung beiseite.
Öle die Form ein. Heize den Backofen auf 200 °C vor.
Rolle nun den Boden auf einer bemehlten Arbeitsfläche so aus, dass er in die Form passt. Lege ihn rein und stippe ihn einige Male mit der Gabel ein. Gib nun so viel vom gewürfelten Kürbis raus, das die obersten Stücke gerade bis zum Rand reichen. Gieße die Ei-Milch Mischung rauf und verteile sie gut.
7 Backe die Quiche 60 Minuten lang, die ersten 30 Minuten auf der mittleren Schiene, danach, damit sie nicht zu dunkel von oben wird, auf der 2. von unten. Sollte sie dennoch zu dunkel werden, lege ein Stück Alufolie drüber.

Habt es schön! Eure Lena

Dienstag, 6. September 2016

Himbeer-Walnuss Kuchen

Momentan mache ich mir viele Gedanken zum Thema Ernährung. Das ich auf Fisch und Fleisch verzichte, dass ist jedem klar, spätestens, wenn in den Rezeptestöberer geguckt wird. Aufgehört Fleisch zu essen habe ich übrigens in erster Linie nicht aus ethischen Gründen, sondern weil es einfach irgendwann aufhörte, mir zu schmecken. Mittlerweile ist die Überzeugung dazugekommen, ich fühle mich gut damit und es fehlt mir kein Stück.

Und da ich gerne ganz viel zum Thema Ernährung lese, ist wenig (vielleicht sogar gar nichts) an mir vorbeigerauscht. Manches davon probiere ich aus, so wie einige der sogenannten Superfoods. Nach diesem Test, die diesen aber eine hohe Schadstoffbelastung zuweisen, nicht mehr ganz so enthusiastisch. Aber was ich jetzt habe, das brauche ich auch auf. Ich habe nie meine Ernährung darauf gestützt, sondern sie nur eingebaut. Das werde ich in geringen Mengen auch weiter tun, ich schätze die neuen Geschmackswelten und Eigenschaften. Ich kaufe Milch und Eier in Bio-Qualität, der Honig kommt von Nachbarn aus dem Dorf. Ich hoffe, dass die Bio-Siegel zumindest etwas von dem halten, wofür sie stehen und werben. Ich weiß es nicht.



Ja, und die Themen Gluten und Lactose. Insbesondere das erstere beschäftigt mich. Greift Gluten wirklich unsere Darmwand an, piekst sozusagen kleine Löcher rein? Und ist schädlich, nachdem wir es Jahrhunderte lang gegessen haben? Ich kann mir das nicht vorstellen, musste für mich aber einige glutenfreie Tage einlegen. Was ich prinzipiell total albern finde, denn ich leide nicht an irgendwelchen Symptomen, die auf eine Sensitivität hinweisen. Aber ich brauchte es einfach für meinen Kopf. Ich finde leider nur diese negativen Aussagen zum Gluten im Internet. Wahrscheinlich google ich schon falsch, und lande bei den Ergebnissen, die ich nicht sehen will. Wenn jemand eine Quelle hat, die sagt: "alles gut!", dann schicke er oder sie mir doch bitte den Link. Es interessiert mich.


Naja, im Zuge dieser neuen Überlegungen ist auf jeden Fall ein Kuchen entstanden, den es öfter geben wird. Er ist glutenfrei und vegan. Glutenfreies Gebäck neigt zur Trockenheit, dieses hier ist noch nicht perfekt, aber für mein erstes Mal bin ich schon sehr zufrieden.

Zutaten für eine Königskuchenform (Länge 25 cm)
trockene Zutaten
320 g Vollkorn-Reismehl
40 g Maisstärke
2 Tl Johannisbrotkernmehl
1 Pr. Salz
1/2 Tl Backpulver
1/2 Tl Natron

flüssige Zutaten
400 g Kokosmilch
2 EL Apfelessig

125 g Himbeeren
100 g Walnüsse

So geht's
Den Backofen auf 180°C vorheizen, eine Kuchenform mit Backpapier auskleiden.
Die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen, die flüssigen Zutaten in einer anderen, größeren Schüssel mischen.
Die Himbeeren verlesen und waschen.
Trockene Zutaten kräftig in die flüssigen rühren, so 1 Minute lang, ihr merkt, wie das Johannisbrotkernmehl die Flüssigkeit bindet. Dann Walnüsse unterheben.
1/3 des Teiges in die Form streichen, 1/3 Himbeeren drauf, wieder 1/3 Teig, 1/3 Himbeeren, bis alles aufgebraucht ist.
40-45 Minuten auf der mittleren Schiene backen, nach 40 Minuten schon mit der Stäbchenprobe checken, ob der Teig durch ist.


Was geht euch so durch den Kopf?

Habt es schön! Eure Lena

Mittwoch, 10. August 2016

Pita

Jipii! Mein Bachelorarbeit ist endlich angemeldet, dass Ende des Studiums in Sicht! Jetzt heißt es nochmal die letzten Kraftreserven zusammen suchen, und bis Mitte Oktober durchhalten, denn dann ist es geschafft! Zumindest vorerst, denn ein Master wird aus meiner momentanen Sicht noch angestrebt.
Kräfte sammeln, das kann ich vor allem beim Kochen und natürlich beim Essen! Pitabrötchen selber machen stand schon lange auf meiner Liste im Kopf, und bei chefkoch gestöbert habe ich ein einfaches Rezept dafür gefunden. Was ich im Laufe der Zeit wohl noch meinen Vorstellungen entsprechend anpassen möchte, aber erstmal tat es auch das Original, und das sehr gut!


Ich finde es schon fantastisch, dass die flachen Gebäcke so ein tolles Loch zum Füllen bekommen. Dazu musste der Teig bei uns aber sofort nach dem Ausrollen in den heißen Ofen geschoben werden. Die Teiglinge, die länger rumlagen (weil nunmal nicht alle in den Ofen passen), haben sich nicht so schön aufgeplustert.


Beim Füllen ist einfach nur Kreativität gefragt. Ich wollte es gerne vegan haben, und so gab es natürlich Rohkost inklusive Salat und selbstgemachte Falafel. Dazu eine Sojajoghurt-Soße mit Zitrone. Yam.


Der letzte Woche ausgefallene Mitnehm-Mittwoch wird dann hiermit auch nachgeholt. Ich möchte aber leider auch ankündigen, dass ich die festen Termine momentan nicht mehr einhalten kann/will. Ihr habt es sicher schon festgestellt, es wird selten was gepostet, die Bachelorarbeit kostet mich viel Zeit, und auch viele Nerven. Das Kochen bleibt zum Glück nicht auf der Strecke, jedoch das Fotografieren, und das ist für mich auch in Ordnung so. Sich damit unter Druck zu setzen ist nicht das, was ich will. Also ihr Lieben: es geht weiter, ganz klar, aber etwas gemächlicher!
Zurück zum Mitnehm-Mittwoch: Brot und Füllungen natürlich getrennt einpacken, sonst gibt es wohl ein sabbschiges Pitabrot! :)


Zutaten & Und so geht's: 
Wir haben 600 g selbstgemahlenes Dinkelvollkornmehl gesiebt, dieses mit 1 1/2 Tl Salz, 1 1/2 Tl Zucker und 1 1/2 Tl Olivenöl gemischt.
Dann 5 g Hefe in 350 g lauwarmen Wasser aufgelöst. Alles mit einem stabilen Löffel zu einem Teig verarbeitet.
Eine halbe Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen und dann ab in den Kühlschrank, den ganzen Tag oder über Nacht, also so um und bei 8-12 Stunden (flexibel an dein Zeitmanagement anpassbar.)
Wenn du bereit zum Pita essen bist: den Backofen auf 230 °C aufheizen, dass Backblech drinne behalten.
Den Teig nach der Gare in 8 gleichgroße Stücke geteilt, rundgeschliffen und dann ausgerollt (etwa 1-1,5 cm dick).
6 Gleich im heißen Ofen auf dem heißen Backblech backen. Es gehen nur 4 Stück auf ein Blech, deswegen warten die anderen 4 solange im Kühlschrank. (Bitte nicht bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann gibt es das coole Loch nicht, und du kannst deine Pita nicht füllen!)
7 Pita nach 10 - 15 Minuten Backzeit herausholen, kurz abkühlen lassen.
8 Jetzt kannst du das Pita ENDLICH aufschneiden und mit den ganzen Leckereien füllen, die du dir ausgesucht hast.
9 Den Rest zum Mitnehmen einpacken. Pitabrot getrennt von den Füll-Lebensmitteln, damit es nicht matschig wird.

Habt es schön, eure Lena